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Achtung! Der Bäcker zieht die Reißleine!

Aktualisiert: 13. Feb. 2022

Während im Supermarkt eine Brezel wohl geformt und knusprig braun für unter 30 Cent zu haben ist, kostet sie beim Bäcker das dreifache!

Das ist nicht mehr als recht, solange der Bäcker die Brezel nach Handwerkstradition herstellt. 5 Arbeitsgänge sind dafür erforderlich und technische Hilfsmittel wie z.B. künstliche Enzyme und zusätzliche Glutenzugaben sind dabei Tabu und auch nicht nötig.


Nicht so bei der Brezel aus dem Supermarkt.

Nach vielen Flugstunden kommt diese Brezel als Brezel Teigling aus aller Herren Länder, vermehrt aus China. Bereits 2011 wurden aus China 280 Mio. Stück eingeflogen. 2018 waren es mit Brötchen zusammen schon 470.000 Tonnen. 2020 ist dann die Zahl der eingeflogenen Backwaren auf 340.000 Tonnen gesunken, weil zwischenzeitlich auch in Deutschland Teiglinge zum aufbacken industriell produziert werden. Den Slogan "Frisch gebacken" gibt es erst seit aufgebacken wird. Beim Bäcker war und ist das selbstverständlich. Diese Teiglinge sehen auch von der Herstellung bis zum Kunden keinen Bäcker. Eine Gesetzeslücke erlaubt das.

Die richtigen Handgriffe und das Wissen um die gekonnte Verarbeitung werden bei der industriellen Produktion durch künstliche Enzyme ersetzt. Große Stückzahlen von Brezel Teiglingen werden in kurzer Zeit maschinell geschlungen. Dies ist nur möglich, weil dem Teig zum natürlichen Glutengehalt noch gentechnisch hergestellte Gluten beigemischt werden um den Teig maschinengängig zu machen. Bis zu 20 verschiedene Inhaltsstoffe sind im Teigling enthalten. Nur ein geringer Teil davon ist deklariert weil das technische Hilfsmittel sind, die nicht als Inhaltsstoff aufgeführt werden. So wird z. B. auch Cystein (hergestellt aus Menschenhaaren, Schweineborsten und Geflügelfedern) beigemischt. das erzeugt die leckeren Röstaromen. Die Billige Backware wird uns irgendwann teuer zu stehen kommen.

Klar, dass das den Bäcker auf die Palme treibt. So mancher reagiert da und kauft Brezel Teiglinge ein, die er dann in Backstationen von Verkäuferinnen aufbacken lässt. Sie erkennen das, wenn eine Brezel wie die andere ist. Von Hand geschlungen ist das nicht möglich.

Es sei denn, Ihr Bäcker hat bereits eine Brezel-Schlingmaschine. Dann ist er aber auch auf diese Art Teiglinge herzustellen angewiesen. Diese Maschine ist nur rentabel wenn Teiglinge auf Vorrat hergestellt und eingefrohren werden.

All das ist aus der Sicht des Bäckers verständlich. Fair ist es allerdings nicht, wenn solche Brezeln zum Preis einer reellen Brezel verkauft werden.

Ich boykottiere Backwaren bei Supermärkten, Tankstelle und Backshops.

Mach mit! www.naturbrisant.com Es lohnt sich!

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